Die meisten haben irgendein Backup. Das Problem: Seine Lücken zeigen sich erst am Tag des Ausfalls — wenn sich herausstellt, dass die Kopie den Schreibtisch umfasste, aber nicht die E-Mail, oder dass die Backup-Platte neben dem überfluteten Rechner lag.
Die 3‑2‑1-Regel verständlich
3 Kopien der Daten, auf 2 verschiedenen Medien, davon 1 außerhalb des Gebäudes. Zu Hause heißt das: Original auf dem Rechner, Kopie auf einer externen Platte, zweite Kopie in der Cloud. In der Firma: Daten auf Server oder Rechner, Kopie auf separater Platte und eine entfernte Kopie.
| Element | Zu Hause | In einer kleinen Firma |
|---|---|---|
| Original | Festplatte des Rechners, Handy | Rechner, Server, Netzlaufwerk |
| Lokale Kopie | Externe Platte, nur zum Sichern angeschlossen | Backup-Server oder NAS in einem anderen Raum |
| Kopie außer Haus | Cloud mit Versionierung | Entfernte Kopie oder rotierende Platte außerhalb |
| Schützt vor | Plattenausfall, gelöschter Datei | Zusätzlich: Brand, Diebstahl, Verschlüsselung |
Synchronisierung ist kein Backup
Cloud-Speicher, der jede Änderung sofort spiegelt, ist bequem — und gefährlich. Löschen Sie einen Ordner, verschwindet er in der Cloud. Verschlüsselt ihn Schadsoftware, wandert die verschlüsselte Fassung nach oben. Zum Backup wird die Cloud erst mit Versionierung und einem Papierkorb mit ausreichender Aufbewahrung.
Was tatsächlich gesichert werden muss
- Dokumente, Rechnungen, Verträge und Scans.
- Fotos und Videos — auch die vom Handy.
- E-Mail, wenn das Programm Nachrichten abholt und die Serverkopie löscht (POP3).
- Datenbanken von Programmen: Buchhaltung, Lager, Branchensoftware.
- Konfigurationen und Lizenzschlüssel, deren Suche nach einem Ausfall Stunden kostet.
- Passwörter — am besten im Passwortmanager, dessen Datenbank ebenfalls gesichert wird.
Wie oft sichern
Die Antwort ergibt sich aus einer Frage: Wie viel Arbeit können Sie verlieren? Eine Stunde bedeutet häufige, automatische Sicherung. Eine Woche bedeutet ein wöchentliches Backup. Es gibt keine universell richtige Frequenz, nur Ihre Verlusttoleranz.
Der Wiederherstellungstest
- Wählen Sie eine zufällige Datei von vor einem Monat und stellen Sie sie wieder her.
- Prüfen Sie, ob sie sich korrekt öffnet und den erwarteten Inhalt hat.
- Messen Sie, wie lange Suchen und Wiederherstellen gedauert haben.
- In der Firma: einmal jährlich eine komplette Datenbank auf einem Testrechner zurückspielen.
- Ergebnis und Datum notieren — die einzige Dokumentation, die nach einem Ausfall zählt.
Ransomware: warum die Kopie getrennt sein muss
Verschlüsselnde Schadsoftware sucht alles, worauf der Rechner zugreift — auch die angeschlossene externe Platte und das verbundene Netzlaufwerk. Eine dauerhaft verbundene Kopie ist im entscheidenden Moment keine Kopie mehr. Lösungen: Platte nur während der Sicherung anschließen, entfernte Kopie mit eigenen Zugangsdaten oder Speicher mit Schreibsperre auf Zeit.
Ein Backup ist die günstigste Versicherung der IT — vorausgesetzt, es läuft automatisch und ist getestet. Für eine einmalige, saubere Einrichtung sehen Sie Backups und Sicherheit.