„Was kostet Videoüberwachung“ ist eine Frage wie „was kostet ein Auto“. Die Antwort hängt davon ab, was sichtbar sein soll, wie lange Aufnahmen aufbewahrt werden und ob das Gebäude für Verkabelung vorbereitet ist. Im Folgenden zerlege ich die Kosten, damit Sie Angebote vergleichen können und nicht nur Preise.

Die Regel, die am meisten spart: Der Preis wächst mit der Zahl der Kameras, der Nutzen mit ihrer Platzierung. Vier gut ausgerichtete Kameras leisten mehr als acht zufällige — und kosten weniger.

Woraus die Kosten bestehen

Kostenbestandteile einer Kameraanlage
ElementHängt ab vonKostenanteil
KamerasAuflösung, Objektiv, Nachtbild, WetterfestigkeitGrößter, wächst je Stück
RekorderKanäle, Stromversorgung über Kabel, Reserve für AusbauFix, unabhängig von der Kamerazahl
FestplatteAufbewahrungsdauer und KamerazahlWächst direkt mit der Speicherzeit
VerkabelungEntfernungen, Wege, Durchbrüche, KanäleOft die Überraschung im Altbau
Montage und KonfigurationHöhe, Zugang, Bildausschnitte, FernzugriffMeist ein bis zwei Arbeitstage

Wie viele Tage Aufnahmen wirklich nötig sind

Diese Frage entscheidet über die Festplatte und oft über den Rekorder. Für ein Haus genügen meist sieben bis vierzehn Tage — so lange dauert es, etwas zu bemerken. Für ein Ladengeschäft können dreißig Tage sinnvoll sein, weil Reklamationen später kommen. Jede Verdopplung der Speicherzeit verdoppelt etwa die nötige Kapazität.

Drei typische Konfigurationen

  • Einfamilienhaus, Basis: drei bis vier Kameras — Eingang, Tor, Einfahrt, Rückseite. Rekorder mit Reserve für zwei weitere, Festplatte für zehn bis vierzehn Tage, Zugriff per Handy.
  • Haus mit größerem Grundstück: sechs bis acht Kameras, darunter eine Übersicht und eine engere Einstellung zur Personenerkennung am Eingang. Meist ist Außenverkabelung nötig.
  • Laden oder Werkstatt: Kameras auf Eingang, Kasse, Lager und Hof. Längeres Archiv, ein zweiter Nutzerzugang, oft auch eine Notstromversorgung.

Versteckte Kosten, nach denen Sie fragen sollten

  • Ist die Festplatte im Preis enthalten oder separat zu kaufen?
  • Sind Kabel und Montagematerial enthalten oder nach Metern abgerechnet?
  • Sind Einrichtung des Handy-Zugriffs und eine kurze Einweisung enthalten?
  • Verlangt die Hersteller-App ein Abo für Benachrichtigungen oder Cloud?
  • Deckt die Garantie nur Geräte oder auch die Arbeitszeit beim Austausch?
  • Was kostet in einem Jahr eine zusätzliche Kamera?
Der häufigste Fehler beim Kauf: das günstigste Set, bei dem der Rekorder genau so viele Kanäle hat wie Kameras. Erweiterung bedeutet dann Gerätetausch statt einer zusätzlichen Kamera.

Wo man nicht sparen sollte

Am Objektiv und an der Nachtleistung. Eine Aufnahme, auf der man sieht, dass „jemand da war“, aber nicht wer, hat keinen praktischen Wert. An Stromversorgung und Verkabelung. Billiges Außenkabel bedeutet einen Serviceeinsatz nach zwei Wintern. Am Rekorder. Er läuft jahrelang ohne Pause.

Wo Sparen sinnvoll ist

An der Kamerazahl — nach der Besichtigung zeigt sich meist, dass zwei geplante Kameras dasselbe erfassen. An der Auflösung bei engem Bildausschnitt. An der Speicherzeit, wenn dreißig Tage nur ein Gefühl sind. Und an der Etappierung: eine für Ausbau vorbereitete Installation erlaubt späteres Nachrüsten.

Ein seriöses Angebot beginnt mit der Besichtigung, nicht mit dem Katalog. Was eine Anlage bei Ihnen kosten würde, klären wir unter Videoüberwachung und Kameras — Besichtigung und Angebot sind kostenlos.